CZAP-Übersetzung

zurück | nach unten | Drucken | Per Email verschicken

"Sehr hohe Spannung"
Mit der Erweiterung von Temelin enden die Problem nicht. Die Energie muss nämlich noch zu Kunden gebracht werden

Gleich als man lauter über die Erweiterung von KKW Temelin zu sprechen begann, tauchte ein schwerwiegendes Problem auf. Diesmal hängt es mit dem Widerstand der ökologischen Aktivisten nicht zusammen.
Auch wenn die zwei neue Blöcke in Temelin allen Anforderungen der Einwohner und Umweltexperte nachkommen würden, bedeutet es nach Fachleuten vom weiten kein Endsieg der Fürsprecher deren Erweiterung. Das zweite – gleich brennende Problem bleibt nämlich die Weise, auf die es möglich sein wird, die erzeugte Elektrizität von Temelin zu Kunden zu bringen. Im Falle der Beendigung neuer Blöcke müsste der Staat nämlich gleichein paar neue Leitungen für sehr hohe Spannung bauen lassen.
"Es kann wirklich ein grosses Problem bedeuten, weil mit dem Bau von neuen elektrischen Leitungen heute fast alle europäischen Staaten haben", sagt der Generaldirektor des Tschechischen Energie- und Transfersystems (CEPS) Vladimir Tosovsky.
Der Mastbau für sehr hohe Spannung ruft fast immer und überall Missbilligung der Einwohner der betreffenden Gebiete hervor. Ein Beispiel dafür kann ein starker Widerstand, der durch den Plan der Gesellschaft E.on zum Aufbau der neuen Stromleitung über Weise Karpaten unter Bevölkerung des Südmährens hervorgeruft wurde.
Die Petition gegen diesen Aufbau haben schon mehr als 3000 Leute unterschrieben. Ähnliche Schwierigkeiten mit dem Bau von neuen Masten haben die Energetiker auch im angrenzenden Österreich und Deutschland.
"Ich behaupte nicht, dass es nicht möglich ist, eine weitere Leitung aus Temelin bauen zu lassen. Wenn aber eine Regierung in Zukunft über die Erweiterung des Kraftwerkes entscheidet, muss die Elektrizität im Kraftwerk nicht nur erzeugt werden, sondern auch rausgebracht werden", sagt Tosovsky.
Die Weise und Länge der Leitung hängt nach ihm davon ab, für welche Art und Leistung des Produktionsblockes in Temelin die Geselschaft CEZ zum Schluss enscheiden würde. Die Masten mit Hochspannungsdrahten müssten aber wahrscheinlich neu von Temelin bis nach Havlickuv Brod führen. Das bedeutet den Aufbau von einigen vollkommen neuen "elektrischen Highways" über halb Republik. Mit gleichen Schwierigkeiten mit Abkauf oder Verpachtung von Grundstücken, die der Autobahaufbau heute mitbringt.
Es gibt dazu noch die Gefahr einer negativen Beurteilung des Einflusses des Baus auf die Umwelt, sog. EIA. "Es ist zum Beispiel im Kraftwerk Ledvice passiert, dass das Kraftwerk selbst eine positive UVP bekommen hat, aber die damit verbundene Stärkung des Energiesystems der Beurteilung nicht nachgekommen ist.
sk
Volltext
Quelle: TZ
Marek Kerles
Übersetzung: sk

Erschienen am 18.07.2008
Quelle: CZ-LN - Lidove noviny, Seite 2

zurück | nach oben | Drucken | Per Email verschicken