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| Nicht nur ein Tschernobyler Memento |
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Das Projekt Irrsteine (Wandering stones) schliesst dem Projekt Köpfe an, das im Jahre 2006 als Mahnung an die Atomhavarie in Tschernobyl realisiert wurde. Die Autoren des Projektes sind die Vereinigung Südböhmische Mütterund der Krummauer Bildhauer Marek Borsanyi. "Die Diskussionen, die die Arbeiten an den Köpfen begleiten, zeigen, dass das Projekt das ursprünlgiche Vorhaben überschreitet und seine Bedeutung breiter ist. Das Denkmal einer konkreten Tragödie veränderte sich in die Äußerung der Krise der modernen Gesellschaft. Die Entwicklung der ursprünglichen Idee inspirierte uns dazu, die Skulptur als derzeitige Memento mori zu präsentieren," sagt der Künstler Marek Borsanyi. "Das Ziel des Projektes Irrsteine ist es, ausser Tschernobyl auch auf weitere Blindgassen der modernen Gesellschaft aufmerksam zu machen, wie das Nichtrespektieren persönlicher Meinungen und Unterdrückung der Möglichkeit der Mitentscheidung über wichtige Lebenqualitäten," meint Monika Machova-Wittingerova von den Südböhmischen Müttern. Das Denkmal besteht aus einem Qadrat, gebildet aus 98 Steinen mit dem Relief eines menschlichen Gesichtes. Dieses Denkmal soll in der Ukraine als symbolisches Epizentrum des Projektes unterbacht werden. Die weiteren Irrsteine verbreiten sich in der Welt als warnende Boten, die daran erinnern, dass die Menschheit kein unbegrenzter Herrscher ist. Die Maßen der Granitsteine sind ca. 12 x 22 x 10 cm und sind zur Einsetzung in das Pflaster als Eizelstücke oder in verschiedenen Kombinationen bestimmt, je nach den örtlichen Bedingungen. Das Projekt wird in kurzer Zeit im Internet dokumentiert und publiziert werden: www.wanderingstones.eu
/Volltext/
Südböhmische Mütter Übersetzung: gp
Erschienen am 09.05.2008
Quelle: CZ-CBL - Ceskobudejoviccke listy, Seite 8
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