Hamburg - Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich besorgt darüber gezeigt, dass die pakistanischen Atomwaffen bei einer weiteren Destabilisierung des Landes in falsche Hände geraten könnten. "Atomwaffen dürfen niemals in die Hände islamistischer Terroristen geraten", sagte Steinmeier der Zeitung "Bild".
Trotz der unruhigen Situation in Pakistan nach dem Anschlag auf die Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto bestehe derzeit noch keine konkrete Gefahr, betonte Steinmeier. "Aber es müssen dort wieder stabile Verhältnisse einkehren, damit es so bleibt. Was wir dafür tun können, darüber beraten wir mit den Vereinten Nationen, den USA und den Europäern."
Das "grausame Attentat" auf Bhutto habe eine Situation geschaffen, die sich zur größten Krise in der Geschichte Pakistans ausweiten könne, sagte Steinmeier. "Ich appelliere an die Politiker dort, dass jetzt alle zusammenarbeiten, die das Wohl der Menschen wollen, um den Fundamentalisten zu widerstehen."
Erschienen am 04.01.2008
Quelle: AFP