Wien - "Die Menschen in ganz Österreich erwarten von der Politik, dass sie geschützt werden; deshalb sehe ich dringenden Handlungsbedarf bei Minister Pröll, zum Wohl aller rasch gegen Temelin vorzugehen", machte SPÖ-Nationalratsabgeordneter Wolfgang Muchitsch am Donnerstag im Nationalrat deutlich. Jeder der 99 bisherigen Störfälle im tschechischen AKW sei einer zu viel gewesen, einige davon seien erst zwei Tage später gemeldet worden, zeigte sich Muchitsch beunruhigt. Der Abgeordnete kritisierte auch die Umsetzung des Melker Abkommens: "Die darin festgeschriebenen Sicherheitsnachrüstungen in Temelin haben nicht stattgefunden." ****
SPÖ-Nationalratsabgeordneter Peter Stauber bezeichnete Temelin als "Pleiten-, Pech- und Pannenreaktor", der sich zu einer unendlichen Geschichte entwickelt habe. "Mitschuld daran tragen auch Bundeskanzler Schüssel und Umweltminister Pröll, die die Bevölkerung in dem Glauben gelassen haben, dass das Melker Abkommen das Sicherheitsproblem in Temelin lösen werde", so Stauber. Doch in Wahrheit sei das Abkommen in der Umsetzung nicht viel wert.
Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete warnte zudem vor der slowenischen "AKW-Bombe" Krsko, das eine ebensolche Bedrohung wie Temelin darstelle und sich darüber hinaus noch auf einer Erdbebenlinie befinde. Für Stauber steht fest: "Die Sicherheit unserer Bevölkerung und die Zukunft unserer Jugend sind das Höchste, was es zu verteidigen gibt." Das lege rasches Handeln nahe, man müsse nur an Tschernobyl denken: "Noch heute gibt es auf den Kärntner Almen Cäsium-verseuchte Schwammerl." (Schluss) re
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Erschienen am 14.12.2006
Quelle: SPÖ