Teheran - Im Konflikt um das iranische Atomprogramm hat sich Präsident Mahmoud Ahmadinejad am Sonntag erneut unnachgiebig gezeigt. Wenn der Westen das legitime Recht seines Landes auf die Atomtechnologie nicht anerkenne, werde es keine Verhandlungen geben. Bei einem Treffen mit Arbeitern zum 1. Mai erklärte der iranische Präsident nach Angaben des staatlichen Fernsehens weiter, der Iran werde sich Ultimaten und unzulässigen Forderungen nicht beugen.
Er warf dem Westen vor, "einen psychologischen Krieg" gegen sein Land zu führen. Ziel sei es, den Iran in eine Krise zu stürzen und die Iraner in ihrem Willen zu schwächen, ihre international verbrieften Rechte einzufordern. Vom Iran sei niemals eine Aggression ausgegangen. Der Iran sei immer für Frieden eingetreten, "würde aber entschlossen jedem Angreifer die Hand abschlagen", fügte er hinzu.
Der stellvertretende iranische Ölminister Nejad Hosseinyan warnte indes vor einem Anstieg des Ölpreises, sollte es UNO-Sanktionen geben. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand die Öl- und Gasindustrie mit Sanktionen belegen will", sagte er bei einem Besuch in Pakistan. "Jede derartige Aktion wird den Ölpreis sehr stark verteuern."
Erschienen am 30.04.2006
Quelle: dpa